Nachruf auf unseren Vereinskameraden Georg Weiser

Wir haben die traurige Pflicht den Tod unseres Kameraden Georg Weiser bekannt zu geben. Hier der Nachruf, verfasst von Burkhard Heckmann

Nachruf: Georg Weiser ist tot,

und wir mussten Abschied von ihm nehmen.

Georg war als knorriger Typ mit einer rauen Schale aber weichem Kern bekannt.

Man erkannte ihn schon von weitem an seiner markanten und lauten Stimme.

Es war nicht zu überhören, wenn ihm etwas nicht passte.

Aber das nahm ihm keiner, der ihn kannte, übel. Es war eben seine Art.

Seine Hilfsbereitschaft war sprichwörtlich.

Sein Hang zum Radsport und zum Verein, besonders zur RTF-Abteilung, die er selbst auch eine kurze Zeit geführt hatte, war weit über die Grenzen des Vereins bekannt.

Georg trat am 01.01.1979 in den RC Zugvogel ein. Somit war er fast 40 Jahre Mitglied und gehörte damit zu den ältesten im Verein.

Als Junggeselle fühlte er sich im Kreise der Familie seines Bruders gut aufgehoben, und seine Schwägerin Vera sorgte oft für ihn mit.

Der Verein und besonders die Radrennbahn waren seine zweite Heimat. Vereinsvorsitzende, RTF- und andere Mitglieder sowie die verschiedenen Bahnwartinnen und Bahnwarte waren seine Gesprächspartner, wenn er mit seinem Trekkingrad nachmittags zur Radrennbahn kam. Nachdem er morgens noch trainiert hatte, fühlte sich Georg hier wohl. Das war das Umfeld, das er liebte.

Auf seinen morgendlichen Trainingsrunden stattete er auch gern Freunden und Bekannten einen Besuch ab und lief auch regelmäßig seine Radsportwerkstatt Junker in Brake an, um sich dort mit Hannes fachlich auszutauschen.

Seine 3!!! Rennräder und das Trekkingrad waren seine Hobbys, fast ein Spleen.

So fuhr er nur italienische Bianchi-Räder mit den besten Campagnolo-Gruppen.

Hier war Georg, der sonst eher sparsam war, nichts zu teuer. Zu den Bianchi-Rädern in der markanten Farbe „Celeste“ fuhr er natürlich die dazu gehörende passende Bekleidung: Schuhe, Socken, Radhose, T-Shirt, Trikot, Jacke, Tuch und Helm, alles „Ton in Ton“, passte zueinander und war immer in einem sehr gepflegten Zustand.

Georg schien dann dem Werbeprospekt von Bianchi entsprungen zu sein.

Viele Jahre fuhr er mit Freunden zum Training nach Mallorca (das Beitragsbild entstand hier), oft sogar zweimal im Jahr.

Nach einem Trainingsunfall, bei dem eine schwere Erkrankung als mögliche Ursache zugrunde lag, wurde für ihn alles anders und „auf den Kopf“ gestellt: er sollte nicht mehr auf seine geliebten Rennräder steigen.

Ein paar Jahre später war er auch nicht mehr in der Lage, mit seinem Trekkingrad zur Radrennbahn zu fahren.

Da brach für ihn eine Welt zusammen und er zog sich von allen und allem immer weiter zurück. Für ihn hatte das Leben seinen Sinn verloren und er hatte „einfach keine Lust mehr“, wie er sagte. Auch Familie und Freunde konnten diese negative Grundstimmung nicht ändern. So war der Tod jetzt für ihn eine Erlösung.

Der RC Zugvogel Bielefeld und besonders die RTF-Abteilung trauern um ihr langjähriges Mitglied und Kameraden Georg Weiser.

Er war ein Original und wird uns immer unvergessen sein.

Danke Georg, dass Du unser Vereinsmitglied und Freund warst.

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